Petrifeld und Großkarol in Rumänien

Petrifeld in Rumänien

Petrifeld in Rumänien

 

Petrifeld liegt ca. 20 km östlich der ungarischen Grenze nahe Carei (früher Großkarol). Petrifeld hat ca. 1500 Einwohner, die deutscher, ungarischer und rumänischer Herkunft sind. In der Schule wird heute wieder in allen 3 Sprachen unterrichtet. In Petrifeld sind die Arbeitsmöglichkeiten sehr gering. Einige arbeiten in der Landwirtschaft oder in der Ölfabrik, die Sonnenblumen verarbeitet; die anderen fahren in die Kreisstadt Carei. Viele sind arbeitslos. Deshalb haben wir durch viele Hilfslieferungen in der Vergangenheit die Lebenssituation sehr verbessert. Durch unsere Mithilfe konnte eine Wasserversorgung mit Brunnen und eine Gasleitung gebaut und die Schulsituation verbessert werden.

Neben den kulturellen Aspekten unseres Vereines ist es uns aber auch ein besonderes Anliegen, humanitäre Hilfe zu leisten. Seit Jahren sammelt unser Verein gebrauchte Kleidung, Werkzeug usw. Mehrmals im Jahr schicken wir diese Hilfslieferungen nach Rumänien. Während in den früheren Jahren diese Hilfe in erster Linie an die Gemeinde in Petrifeld gegangen ist; so schicken wir seit ein paar Jahren diese Hilfen an eine Stiftung DownCarei in Carei (Großkarol), die Behinderte betreut.

Diese Stiftung ist eine Privatinitiative, die Kinder mit Down Syndrom fördert und den Eltern Hilfe bietet. Anfangs nahmen 10 Jugendliche an zwei Nachmittagen in der Woche an den Aktivitäten teil.

Diese Stiftung erhielt in ihrer Anfangsphase für ihre Arbeit kaum finanziellen Mittel von staatlicher Seite. Unser Verein hat die Renovierung des alten Hauses, das in Carei ist, und das ein Grafrather Bürger der Stiftung geschenkt hat, mitfinanziert.  Wir haben schon bisher der Stiftung mit Einrichtungsgegenständen, Therapiegeräten wie Trampolin und ähnliches sowie Bastel- und Spielsachen geholfen. Bis vor kurzem ging jedes Jahr mindestens 1 LKW mit vielen Sachen zur Stiftung, die dann verkauft wurden. Vom Erlös wird der Unterhalt des Hauses sowie Benzin für den Kleinbus bezahlt.

Leider kostete unserem Verein ein solcher Transport bis zu 2.300,00 EUR.

Durch Zusammenarbeit mit einer Rumänienhilfe in der Nähe von Ingolstadt in Großmehring ist es uns gelungen, diese Kosten erheblich zu senken. Wir haben mit diesem Verein eine Vereinbarung getroffen; dass unsere Hilfslieferungen mit den LKW’s dieses Vereins mitgeschickt werden können. Das so eingesparte Geld kommt in vollem Umfange der Stiftung zugute.

Die Pädagoginnen und Helferinnen in der Stiftung arbeiteten bis zum Frühjahr 2006 unentgeltlich.

Ab März 2006 hat sich vieles in der Stiftung geändert. Jetzt sind 12-14 Behinderte täglich in der Stiftung. Das Programm wurde erheblich erweitert, da jetzt hierfür 2 Pädagoginnen speziell angestellt wurden. Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist bei diesem Aufwand nicht mehr möglich. Unser Verein hat mit Hilfe von Spenden die Jahresgehälter (je 1.500,00 EUR inkl. Steuer und Sozialversicherung) für die zwei Frauen übernehmen können. Unser Bestreben ist es, die  finanziellen Mittel aufzubringen, damit wir auch in Zukunft die Gehälter bezahlen können. Bei unseren regelmäßigen Besuchen konnten wir uns über die enormen Fortschritte bei der geistigen wie körperlichen Entwicklung der Kinder überzeugen. Außerdem ist das Haus zu klein geworden. Es wurde ein großer Raum mit Speicher an das bisherige Haus angebaut. Die Kosten hierfür hat die rumänische Stiftung ganz aus Spenden finanziert, bzw. haben die Eltern durch Arbeit erbracht.

Durch unsere Unterstützung ist es seit 2008 möglich, dass alle Kinder ein Mittagessen bekommen, das sie dann gemeinsam einnehmen und sehr zur weiteren Entwicklung der Betreuten beiträgt.

 

Haus der Down Carei Stiftung in Großkarol

Haus der Down Carei Stiftung in Großkarol

 

 

 

 

 

 

 

Down Carei Stiftung - Weben als Therapie

Down Carei Stiftung – Weben als Therapie

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